Landesregierung verpasst Chance, Arbeitsplatz Schule zu stärken

NRW-Schulministerin Feller hat eine Zwischenbilanz ihres Maßnahmenkonzepts zur Verbesserung der Unterrichtsversorgung gezogen.
Fazit: Ein – mangels Erfolgen – erschreckend kurzer Vortrag darüber, dass sich die Unterrichtsversorgung kein Stück verbessert hat!

Im Detail:

1. Sie stellt 8.129 Zwangsversetzungen von Lehrkräften als Erfolg dar. Zur Erinnerung: Indem man Lehrkräfte von A nach B versetzt, ist nicht eine Stelle mehr besetzt, nicht eine Stunde mehr Unterricht erteilt! Das ist kein Erfolg.

2. 90 (!) Entfristungen von Vertretungslehrkräften. Wir haben in NRW übrigens 200.000 Lehrkräfte. 90 Entfristungen sind zu wenig. Das ist kein Erfolg.

3. Die Zahl der Lehrkräfte in sogenannter „voraussetzungsloser Teilzeit“ hat sich von 13.744 auf 13.234 verringert. Feller hat (absichtlich) nicht dazu gesagt, wie viele Stunden Unterricht mehr dadurch erteilt werden.
Warum wohl? Das ist kein Erfolg.

4. 697 Alltagshelfer sind eine wertvolle Hilfe im Schulalltag, aber ebenfalls viel zu wenig für unsere 6.000 Schulen in NRW.
Ministerin Feller hat nicht dargestellt, wie viele Stunden diese 697 Menschen überhaupt in den Schulen aushelfen. Warum wohl? Das ist kein Erfolg.

5. Feller hat kein Wort über die generelle Lehrer- und Unterrichtsversorgung in NRW verloren. Ein missglückter PR-Stunt durch das gezielte Weglassen von Informationen.
Wir werden nun diese und weitere weggelassene Informationen bei der Landesregierung erfragen.

Ministerin Feller hat heute eins klar gemacht: Sie hat keinen einzigen Erfolg zu vermelden.
Feller kriegt den Lehrermangel und Unterrichtsausfall nicht in den Griff. Darüber hat sie heute – ebenfalls erfolglos – hinwegzutäuschen versucht.

Ihr Handlungskonzept ist ein Schuss in den Ofen❗

Im vergangenen Jahr haben 800 Menschen den Schuldienst gekündigt. Darunter sage und schreibe 286 verbeamtete Lehrkräfte. Um dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen haben wir als Freie Demokraten einen umfangreichen Antrag eingereicht – der heute im Schulausschuss von den Regierungsfraktionen CDU und Grüne abgelehnt wurde.

Ich habe hier schon oft betont: Unsere Schulen leiden unter einem dramatischen Fachkräftemangel. Anstatt sich diesem Problem anzunehmen und den Lehrerberuf attraktiver zu gestalten, verpasst die Landesregierung erneut die Chance, nachhaltige Schritte für eine bessere Unterrichtsversorgung einzuleiten, die auch die Sachverständigen in der Anhörung eindringlich gefordert haben. Wenn die Landesregierung weiter die Hände in den Schoß legt und unsere Vorschläge ungeprüft wegwischt, werden sich Lehrkräftemangel und Unterrichtsausfall in NRW weiter verschlimmern.

Wir müssen mehr junge Menschen für den Lehrerberuf begeistern und gleichzeitig die Bedingungen verbessern. Dazu sind einige Maßnahmen dringend notwendig:

  • Schulleitungen stärken
  • mehr statt weniger Unterstützung bei administrativer Arbeit ermöglichen, z. B. durch Erhalt und Ausbau der Schulverwaltungsassistenz
  • mehr Autonomie für unsere Schulen, z. B. durch höhere Schulbudgets und mehr Entscheidungsfreiheit beim Personalmanagement
  • Lehrerausbildung stärken und diese zeitgemäßer, praxisorientierter und passgenauer gestalten
  • Seiteneinstieg attraktiver gestalten, u. a. durch angemessene Vergütung 

Es ist bedauerlich, dass die Schulministerin versucht, ineffiziente Maßnahmen als Erfolge zu verkaufen und sich gleichzeitig gegen die seit Monaten geäußerte Kritik völlig resistent zeigt. Für die Lehrerinnen und Lehrer, sowie die Schülerinnen und Schüler in NRW hoffe ich, dass hier bald ein Umdenken stattfindet.

Unsere Maßnahmenforderungen finden sich hier im Detail:

https://intra.landtag.nrw.de/initiative/,DanaInfo=fdp.fraktion.nrw,SSL+zeitgemaesser-attraktiver-arbeitsplatz-schule

Ich bin Mitglied in der Enquetekommission „Chancengleichheit in der Bildung“

Ich möchte heute von einer neuen Aufgabe von mir berichten: Ich bin erstmals Mitglied in einer Enquetekommission, und zwar zum Thema „Chancengleichheit in der Bildung“ und weil ich mir vorstellen kann, dass nicht jeder genau weiß, was das ist, will ich es hier einmal erklären:

@mueller_rech

Ich möchte heute von einer neuen Aufgabe von mir berichten: Ich bin erstmals Mitglied in einer Enquetekommission, und zwar zum Thema „Chancengleichheit in der Bildung“ 🎓☝🏻👩‍🏫 und weil ich mir vorstellen kann, dass nicht jeder genau weiß, was das ist, will ich es hier einmal erklären ⬇️ Eine Enquetekommission ist ein Sondergremium neben dem üblichen, parlamentarischen Tagesgeschäft. Jede Fraktion darf einmal in der Legislaturperiode eine Enquetekommission zu einem Thema beantragen. Wie man schon erahnen kann, kommt der Ausdruck „Enquete“ aus dem Französischen und bedeutet „Untersuchung“ oder „Befragung“ 🔎 – und genau darum geht es bei unserer Arbeit in dem Gremium. So darf jede Fraktion beispielsweise eine Expertin oder einen Experten benennen, die befragt werden. Das können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, aber auch Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen oder Verbänden sein. Eine Enquetekommission läuft über eine Legislaturperiode, etwa 2-4 Jahre. Am Ende wird dann ein ausführlicher Bericht mit den gewonnenen Erkenntnissen und Schlussfolgerungen eingereicht.📒 Bei unserem Thema, Chancengleichheit in der Bildung, geht es darum, herauszufinden, wie das Leben von Schülerinnen und Schülern in der Zukunft aussieht und welches Wissen ihnen vermittelt werden muss. Um hier auch Kinder und Jugendliche miteinzubeziehen, und uns ein Bild von realen Bedingungen zu machen, bleiben wir nicht nur in unserem Besprechungsraum im Landtag, sondern gehen auch raus und besuchen Schulen aller Art. 🏫 Übrigens: Eine Enquetekommission tagt nicht öffentlich. ❌📷 Eine sehr angenehme Arbeitsform, denn der Aspekt der Presse und Öffentlichkeit fällt bei der Arbeit und in Diskussionen mit anderen Fraktionen weg. Ich hoffe, ihr seid nun etwas schlauer – habt ihr noch Fragen, stellt sie mir gerne! 🙋‍♀️

♬ Aesthetic – Tollan Kim

Eine Enquetekommission ist ein Sondergremium neben dem üblichen, parlamentarischen Tagesgeschäft. Jede Fraktion darf einmal in der Legislaturperiode eine Enquetekommission zu einem Thema beantragen. Wie man schon erahnen kann, kommt der Ausdruck „Enquete“ aus dem Französischen und bedeutet „Untersuchung“ oder „Befragung“ – und genau darum geht es bei unserer Arbeit in dem Gremium. So darf jede Fraktion beispielsweise eine Expertin oder einen Experten benennen, die befragt werden. Das können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, aber auch Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen oder Verbänden sein.

Eine Enquetekommission läuft über eine Legislaturperiode, etwa 2-4 Jahre. Am Ende wird dann ein ausführlicher Bericht mit den gewonnenen Erkenntnissen und Schlussfolgerungen eingereicht. Bei unserem Thema, Chancengleichheit in der Bildung, geht es darum, herauszufinden, wie das Leben von Schülerinnen und Schülern in der Zukunft aussieht und welches Wissen ihnen vermittelt werden muss. Um hier auch Kinder und Jugendliche mit einzubeziehen, und uns ein Bild von realen Bedingungen zu machen, bleiben wir nicht nur in unserem Besprechungsraum im Landtag, sondern gehen auch raus und besuchen Schulen aller Art.

Übrigens: Eine Enquetekommission tagt nicht öffentlich. Eine sehr angenehme Arbeitsform, denn der Aspekt der Presse und Öffentlichkeit fällt bei der Arbeit und in Diskussionen mit anderen Fraktionen weg.

Chancengleichheit für Kinder mit Lese-Rechtschreibstörung und Rechenschwäche

Am vergangenen Dienstag haben wir im Schulausschuss eine große Anhörung zum Thema Chancengleichheit für Kinder mit Lese-Rechtschreibstörung (LRS) und Rechenschwäche (Dyskalkulie) durchgeführt. Bei der Lese- und Rechtschreibstörung handelt es sich um Schwierigkeiten im Lesen und Schreiben, es werden beispielsweise Buchstaben ausgelassen, hinzugefügt oder vertauscht. Das beeinflusst dann nicht nur den Deutschunterricht, sondern auch andere Schulfächer. Für betroffene Kinder eine echte Herausforderung. Insgesamt ist festzustellen: Es fehlt uns weniger an Erkenntnissen, wir müssen endlich die richtigen Maßnahmen umsetzen.

Um diesen Kindern zu helfen, müssen Lehrkräfte in der Lage sein, betroffene Schülerinnen und Schüler zu identifizieren und individuell zu fördern. Daher sind wir der Meinung, dass LRS und Dyskalkulie in der Lehrerausbildung stärker verankert werden sollten. Außerdem müssen auch für Dyskalkulie Nachteilsausgleiche gewährt werden, um zu vermeiden, dass betroffene Schülerinnen und Schüler durch schlechte Noten entmutigt werden. Abgesehen von wichtigen Angeboten zur Sprachtherapie, die von Schulen unbedingt angeboten werden müssen, brauchen wir zudem Beratungsstellen für Betroffene, Eltern und Lehrer – denn Eltern sind unverzichtbar, wenn es darum geht, ihre Kinder beim Lernen zu unterstützen und mit Lehrkräften und Fachleuten zusammenzuarbeiten. Auch sie brauchen also eine Hilfestellung, um ihr Kind optimal fördern zu können.

Chancengerechtigkeit für alle Kinder ist unser Ziel, und wir müssen sicherstellen, dass jedes Kind die Unterstützung erhält, die es braucht. Dazu ist es unverzichtbar, dass wir die Grundvoraussetzungen nachhaltig verbessern. Wichtig ist: Betroffene Kinder sind nicht weniger intelligent oder faul – sie sind lediglich gezwungen, einen anderen Weg zu gehen und wir sind in der Verantwortung, ihnen diesen zu ebnen.

Hier geht’s zum Antrag

NRW ist Spitzenreiter – aber das ist kein Grund zur Freude

NRW ist Spitzenreiter. Denn in NRW sind bundesweit die Grundschulklassen am größten. Im Schnitt sind in NRW 23,5 Schülerinnen und Schüler in einer Klasse, im Bundesschnitt sind es nur 20,9. Dieses Problem wird sich noch verschlimmern – Wie die Welt berichtete, werden aus den aktuell 2,5 Millionen Schülerinnen und Schülern bald 2,8 Millionen. Wir müssen jetzt umsteuern.

Die bisherige Bilanz in der Schulpolitik von Schwarz-Grün ist wenig bereichernd. Insbesondere wenn es um die unsäglichen Abordnungen von Lehrerinnen und Lehrern geht, muss man nach der Sinnhaftigkeit und dem Mehrwert für die Grundschulen fragen. Mehr Lehrpersonal resultiert daraus in jedem Fall nicht. Auch bei der Möglichkeit des Seiteneinstiegs bleibt die Regierung viel zu zögerlich, es braucht viel mehr Mut und entschlosseneres Handeln.

@mueller_rech

NRW ist Spitzenreiter. Aber das ist kein Grund zur Freude: In NRW sind bundesweit die Grundschulklassen am größten. Im Schnitt sind bei uns 23,5 Schülerinnen und Schüler in einer Klasse, im Bundesschnitt sind es nur 20,9. Dieses Problem wird sich noch verschlimmern – wie die Welt berichtete, werden aus den aktuell 2,5 Millionen Schülerinnen und Schülern bald 2,8 Millionen. Wir müssen also jetzt umsteuern. 🔜 Die bisherige Bilanz in der Schulpolitik von Schwarz-Grün ist jedoch wenig bereichernd. Insbesondere wenn es um die unsäglichen Abordnungen von Lehrerinnen und Lehrern geht, muss man nach der Sinnhaftigkeit und dem Mehrwert für die Grundschulen fragen. 🤷‍♀️ Mehr Lehrpersonal resultiert daraus in jedem Fall nicht. Auch bei der Möglichkeit des Seiteneinstiegs bleibt die Regierung viel zu zögerlich, dabei braucht es doch eigentlich viel mehr Mut und entschlossenes Handeln. 💪 Bei Themen wie der Streichung der Inklusionspauschale gab es jetzt auch Kritik aus den eigenen Reihen, bei Westpol redete sich Ministerin Feller um Kopf und Kragen. Folge: Die überforderte Ministerin wurde zurückgepfiffen. Ein kleiner Erfolg. Gleiches würde ich mir jetzt auch beim Thema Schulverwaltungsassistenz wünschen, denn auch diese Stellen möchte die Landesregierung streichen. Warum sind die aber so wichtig? Die Schulverwaltungsassistenz sorgt dafür, dass wir Lehrerinnen und Lehrer raus aus den Büros und in die Klassenzimmer bringen, dorthin, wo sie so dringend gebraucht werden. 👩‍🏫👨‍🏫 Aber anstatt sich mit der Frage zu befassen, wie entsprechende Stellen attraktiver gestaltet werden können, beschließt die Landesregierung sie zu streichen. Das ist eine politische Bankrotterklärung. 👎 Insgesamt wird nach wie vor die Dringlichkeit der Probleme in Grundschulen ignoriert. Bedauerlich, insbesondere für unser Lehrpersonal und unsere Schülerinnen und Schüler. #schule #nrw #fy

♬ Originalton – mue_re

Bei Themen wie der Streichung der Inklusionspauschale gab es jetzt auch Kritik aus den eigenen Reihen, bei Westpol redete sich Ministerin Feller um Kopf und Kragen. Folge: Die überforderte Ministerin wurde zurückgepfiffen. Ein kleiner Erfolg. Gleiches würde ich mir jetzt auch beim Thema Schulverwaltungsassistenz wünschen, denn auch diese Stellen möchte die Landesregierung streichen. Warum ist die aber so wichtig? Die Schulverwaltungsassistenz sorgt dafür, dass wir Lehrerinnen und Lehrer raus aus den Büros und in die Klassenzimmer bringen, dorthin, wo sie so dringend gebraucht werden. Aber anstatt sich mit der Frage zu befassen, wie entsprechende Stellen attraktiver gestaltet werden können, beschließt die Landesregierung sie zu streichen. Das ist eine politische Bankrotterklärung. Insgesamt wird nach wie vor die Dringlichkeit der Probleme in Grundschulen ignoriert. Bedauerlich, insbesondere für unser Lehrpersonal und unsere Schülerinnen und Schüler.

Erhöhung der Förderpauschale für Frauenhäuser – gut gemeint, schlecht gemacht

Die Absicht der schwarz-grünen Landesregierung, die jährliche Förderpauschale für Frauenhäuser in Nordrhein-Westfalen zu erhöhen, ist zweifellos ein positiver Ansatz, der lange überfällig war. Endlich können die Träger der Einrichtungen ihre steigenden Kosten ausgleichen und ihre Beratungsangebote erweitern. Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung, der erstmal Lob verdient.

Gleichzeitig dürfen wir uns aber nicht blenden lassen, denn die versprochene Anpassung wird keinen einzigen neuen Frauenhausplatz in Nordrhein-Westfalen schaffen. Die dramatische Versorgungslücke, die es besonders in ländlichen Gebieten gibt, bleibt bestehen. Es ist jedoch entscheidend, dass wir für Frauen, die dringend Schutz und Unterstützung benötigen, die nötigen Kapazitäten schaffen. Hier liegt viel Arbeit vor uns, und es ist im Interesse der vielen Betroffenen, dass wir uns konsequent einsetzen und schnelle Lösungen finden.

Darüber hinaus darf man nicht übersehen, dass die Bedürfnisse queerer Menschen erneut nicht ausreichend berücksichtigt werden. Insofern also leider: Gut gemeint, aber schlecht gemacht. In Zeiten, in denen häusliche Gewalt unaufhörlich zunimmt, muss die Landesregierung mehr tun, um den Schutz von allen Betroffenen zu gewährleisten. Häusliche Gewalt trifft auch queere Menschen. Auch queere Menschen brauchen dringend Ansprechpartner und Schutz.

Wir können und sollten nicht zufrieden sein, solange noch so viel Arbeit vor uns liegt. Die Erhöhung der Förderpauschale ist ein erster Schritt, aber es bedarf weiterer Maßnahmen, um sicherzustellen, dass alle, die Opfer häuslicher Gewalt sind, angemessen unterstützt werden und Zugang zu Hilfe haben. Ich hoffe, dass wir es gemeinsam schaffen, diese dringenden Probleme anzugehen und eine umfassende Lösung zu finden.

Kindgerechte Sprachförderung – NRW braucht ein ganzheitliches Konzept

Die Ergebnisse des IQB-Bildungstrends für vierte Klassen zeigen einen alarmierenden Abwärtstrend in den Basiskompetenzen. Besonders im Fokus stehen die Lesekompetenzen, bei denen jedes fünfte Kind in Nordrhein-Westfalen den Mindeststandard nicht erreicht. Klar ist jedoch: Sprachkompetenzen sind Schlüssel zur Teilhabe: Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass wir die Schülerinnen und Schüler hier bestmöglich unterstützen.

Schulministerin Feller plant nun, mit einem Screening die Sprachkompetenz von Kindern zu erfassen, bevor sie eingeschult werden. Das Problem: Hier wird ein Sprachscreening pressewirksam angekündigt, von dem niemand weiß, was dieses überhaupt beinhalten soll. Gerade bei den Schulen, die diese Maßnahme am Ende umsetzen müssen, sorgt das für große Verunsicherung.

Als FDP-Fraktion NRW fordern wir ein ganzheitliches Konzept für eine kindgerechte Sprachförderung in NRW. Dazu braucht es in erster Linie eine bessere Kommunikation der Zuständigkeiten untereinander. Anstatt neue, unausgearbeitete Pläne zu präsentieren, sollten vielmehr bestehende Strukturen besser genutzt werden. Würden die wertvollen Ergebnisse der bereits existierenden Sprachstandserhebungen bei den Grundschulen ankommen, so bräuchten wir auch kein neues Sprachscreening.

Es steht außer Frage, dass wir die frühkindliche Sprachbildung fördern müssen, um unseren Schülerinnen und Schülern die besten Chancen zu ermöglichen. Doch dazu brauch es keine unüberlegten Ankündigungen, sondern ein strukturiertes Konzept, bei dem alle mitgenommen werden.

Brauchen wir mehr männliche Lehrkräfte an Grundschulen?

@mueller_rech

Mal wieder hat die AfD-Fraktion in #nrw einen Antrag geschrieben, bei dem man sich wundern muss. Diesmal geht es um männliche Lehrkräfte an Grundschulen. Zunächst sei gesagt: Es ist durchaus richtig, dass es immer mehr weibliche Lehrkräfte gibt. Und auch die Feststellung, dass Mädchen in der Schule besser abschneiden als Jungen, ist richtig. Die Schlussfolgerungen, die daraus allerdings dann gezogen werden, sind völlig konfus. Im Antrag wird behauptet, dass die männlichen Schüler in der Schule besser abschneiden würden, würde es mehr männliche Lehrer geben. Heißt im Klartext: Die Jungs können nichts von Frauen lernen. Das ist nicht nur platt, sondern auch wissenschaftlich widerlegt. 😒 Wir haben uns genau angeschaut, auf welche Studie sich die AfD in ihrem Antrag bezieht und auch den verantwortlichen Professor dazu befragt. In seiner Stellungnahme macht er deutlich: Es lernen weder Jungs besser von Männern noch Mädchen besser von Frauen. Fest steht: Wir brauchen mehr Lehrkräfte. Dabei ist es aber völlig egal, ob diese männlich, weiblich oder divers sind. Wir haben einen enormen #lehrkräftemangel und können uns solche überflüssigen Debatten nicht leisten. Besonders dann nicht, wenn sie aus wissenschaftlicher Perspektive völlig absurd sind. 👩‍🏫👨‍🏫

♬ Originalton – mue_re

Mal wieder hat die AfD-Fraktion in NRW einen Antrag geschrieben, bei dem man sich wundern muss. Diesmal geht es um männliche Lehrkräfte an Grundschulen. Zunächst sei gesagt: Es ist durchaus richtig, dass es immer mehr weibliche Lehrkräfte gibt. Und auch die Feststellung, dass Mädchen in der Schule besser abschneiden als Jungen, ist richtig.

Die Schlussfolgerungen, die daraus allerdings dann gezogen werden, sind völlig konfus. Im Antrag wird behauptet, dass die männlichen Schüler in der Schule besser abschneiden würden, würde es mehr männliche Lehrer geben. Heißt im Klartext: Die Jungs können nichts von Frauen lernen. Das ist nicht nur platt, sondern auch wissenschaftlich widerlegt.

Wir haben uns genau angeschaut, auf welche Studie sich die AfD in ihrem Antrag bezieht und auch den verantwortlichen Professor dazu befragt. In seiner Stellungnahme macht er deutlich: Es lernen weder Jungs besser von Männern noch Mädchen besser von Frauen. Die durchschnittlich schlechtere Leistung von Schülern, liegt an deren Prioritäten und Verhalten gegenüber Gleichaltrigen, beispielsweise mit Blick auf das Verfassen von Hausaufgaben.

Fest steht: Wir brauchen mehr Lehrkräfte. Dabei ist es aber völlig egal, ob diese männlich, weiblich oder divers sind. Wir haben einen enormen Lehrkräftemangel und können uns solche überflüssigen Debatten nicht leisten. Besonders dann nicht, wenn sie aus wissenschaftlicher Perspektive völlig absurd sind.

Inklusion ist ein Menschenrecht

@mueller_rech

Hallo zusammen 🤗 Ich möchte heute mal über das Thema #inklusion sprechen. Björn Höcke von der AFD hat ja vergangene Woche mit sehr kontroversen Aussagen zu dem Thema auf sich aufmerksam gemacht- Aussagen, denen ich natürlich nicht zustimme. Inklusion ist kein Ideologieprojekt, Inklusion ist ein Menschenrecht. ☝🏻 Demnach hat jedes Kind das Recht auf Bildung und Teilhabe. In Deutschland haben wir das Glück, das wir zwei Systeme haben: Die Förderschulen und das gemeinsame Lernen, bei dem wir Kindern mit Behinderungen ermöglichen, auf eine Regelschule zu gehen. 🏫 Als Freie Demokraten wollen wir beide Systeme stärken und Kindern die Möglichkeit bieten, zu jedem Zeitpunkt die für sie richtige Lösung zu finden. Wie steht ihr zu dem Thema? #förderschule #gemeinsameslernen

♬ Originalton – mue_re

Vergangene Woche hat Björn Höcke von der AfD in einem Fernsehinterview mit sehr kontroversen Aussagen zum Thema Inklusion auf sich aufmerksam gemacht- Aussagen, denen ich natürlich nicht zustimme.

Inklusion ist kein Ideologieprojekt, Inklusion ist ein Menschenrecht. Das haben wir uns nicht in Deutschland so überlegt, sondern das wurde von den Vereinten Nationen in der UN-Behindertenkonvention so festgelegt. Alle Menschen mit Behinderung, alle Kinder und Jugendliche, haben das Recht auf den Zugang zu einem inklusiven Schulsystem. In Deutschland haben wir sogar zwei Systeme: Die Förderschulen und das gemeinsame Lernen, bei dem wir Kindern mit Behinderungen ermöglichen, auf eine Regelschule zu gehen. So können Familien die für ihr Kind beste Schulform finden und das Kind bestmöglich fördern.

Die Förderschulen sind auf einzelne Förderschwerpunkte spezialisiert. Hier wird genau auf die Bedürfnisse des Kindes und der jeweils bestehenden Behinderung eingegangen. Damit sind Förderschulen großartige Inklusionsermöglicher. Beim gemeinsamen Lernen dagegen können sich die Kinder gemeinsam entwickeln und voneinander profitieren. Aber selbstverständlich ist die Wahl der Schule eine sehr individuelle Entscheidung. Nicht jedes Kind ist auf jeder Schule gleich gut aufgehoben. Manche Kinder brauchen das gemeinsame Lernen und können gut mithalten, andere Kinder brauchen die spezielle Förderung auf einer entsprechenden Schule.

Was uns wichtig ist, ist eine Durchlässigkeit zwischen beiden Systemen. Wer sich zunächst für das gemeinsame Lernen entscheidet, muss beispielsweise die Schule wechseln können, wenn sich doch ein anderer Bedarf abzeichnet. Und wer sich erstmal für eine besondere Förderung entschieden hat, darf deshalb nicht konsequent vom gemeinsamen Lernen ausgeschlossen werden. Bei entsprechender Entwicklung muss ein Wechsel zu jedem Zeitpunkt möglich sein.

Jedes einzelne Kind ist individuell und hat unterschiedliche Stärken und Schwächen. Deswegen müssen wir auch bei der schulischen Bildung verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung stellen. Die Förderschulen und das gemeinsame Lernen sind zwei tolle Systeme, die wir weiter stärken müssen, um eine optimale Inklusion zu gewährleisten.

Pressekonferenz der Schulministerin zum Schuljahresauftakt

@mueller_rech

Heute hat die Auftaktpressekonferenz der Schulministerin zum neuen Schuljahr in NRW stattgefunden- und wieder mal bin ich sehr enttäuscht. 😐 Schon vor den Ferien haben wir über die schulpolitischen Probleme, vor denen wir in NRW stehen, aufmerksam gemacht. Zu wenig Personal stellt Lehrerinnen und Lehrer täglich vor besondere Herausforderungen, gleichzeitig ergreift die Ministerin nicht nachvollziehbare Maßnahmen, die dem Lehrpersonal den Alltag zusätzlich erschweren und den Lehrerberuf immer unattraktiver machen. Für viele Betroffenen besonders belastend: Die plötzlichen Abordnungen von Lehrerinnen und Lehrern an andere Schulen, deren Sinnlosigkeit die Ministerin in der heutigen PK doch tatsächlich selbst eingeräumt hat: Zum einen stellt sie fest, dass damit natürlich dem Lehrkräftemangel nicht geholfen ist. Schon da fragt man sich also: Wozu dann der Aufwand? Zum anderen erklärt sie, dass es beispielsweise Fälle gibt, wo Lehrkräfte aus dem Münsterland ins nördliche Ruhrgebiert versetzt werden, nur um dann deren alte Stellen im Münsterland wieder neu zu besetzen, es werden also Lehrkräfte völlig ohne Sinn durchs Land verschoben. Warum besetzt man denn nicht direkt die offenen Stellen im Ruhrgebiet mit frisch ausgebildeten Lehrkräften? 🤯 Gleichzeitig beschränkt sie das alles auf zwei Jahre, auch das ist nicht nachzuvollziehen. Insgesamt ein völlig überflüssiges Durcheinander. 🤷🏽‍♀️ Ein neues Schuljahr in NRW beginnt, doch leider ist es für viele Lehrkräfte und auch für viele Schülerinnen und Schüler nicht nur mit Freude verbunden, was sehr schade ist. Ich werde natürlich dranbleiben, denn der Arbeitsplatz Schule liegt mir sehr am Herzen. Als FDP-Fraktion haben wir hier einen großen Antrag geschrieben, um die Bedingungen zu verbessern und mehr Personal an die Schulen zu holen. Der Lehrerberuf muss attraktiv sein- nicht nur, damit wir den Nachwuchs dafür begeistern können, sondern auch, damit unsere Lehrkräfte nicht schlicht aus Verzweiflung kündigen. ☝🏻 #lehrkräftemangel #schule #politiktok

♬ Originalton – mue_re

Heute hat die Auftaktpressekonferenz der Schulministerin zum neuen Schuljahr in NRW stattgefunden- und wieder mal bin ich sehr enttäuscht.

Schon vor den Ferien haben wir über die schulpolitischen Probleme, vor denen wir in NRW stehen, aufmerksam gemacht. Der Lehrkräftemangel stellt Lehrerinnen und Lehrer täglich vor besondere Herausforderungen, gleichzeitig ergreift die Ministerin nicht nachvollziehbare Maßnahmen, die dem Lehrpersonal den Alltag zusätzlich erschweren und den Lehrerberuf immer unattraktiver machen.

Für viele Betroffene besonders belastend: Die plötzlichen Abordnungen von Lehrerinnen und Lehrern an andere Schulen, deren Sinnlosigkeit die Ministerin in der heutigen PK doch tatsächlich selbst eingeräumt hat: Zum einen stellt sie fest, dass damit natürlich dem Lehrkräftemangel nicht geholfen ist. Schon da fragt man sich also: Wozu dann der Aufwand? Zum anderen erklärt sie, dass es beispielsweise Fälle gibt, wo Lehrkräfte aus dem Münsterland ins nördliche Ruhrgebiert versetzt werden, nur damit dann deren Stellen am alten Arbeitsplatz im Münsterland wieder neu besetzt werden. Es werden also Lehrkräfte völlig ohne Sinn durchs Land verschoben. Warum besetzt man denn nicht direkt die offenen Stellen im Ruhrgebiet mit frisch ausgebildeten Lehrkräften? Gleichzeitig beschränkt sie das alles auf zwei Jahre, auch das ist nicht nachzuvollziehen. Insgesamt ein völlig überflüssiges Durcheinander, unter dem ganze Kollegien und nicht zuletzt Schülerinnen und Schüler leiden.

Ein neues Schuljahr in NRW beginnt, doch leider ist das für viele Lehrkräfte nicht nur mit Freude verbunden, was sehr schade ist. Ich werde natürlich dranbleiben, denn der Arbeitsplatz Schule liegt mir sehr am Herzen. Als FDP- Fraktion haben wir hier einen großen Antrag geschrieben, um die Bedingungen zu verbessern und mehr Personal an die Schulen zu holen (https://lnkd.in/eszE__EJ). Der Lehrerberuf muss attraktiv sein- nicht nur, damit wir den Nachwuchs dafür begeistern können, sondern auch, damit unsere Lehrkräfte nicht aus schlichter Verzweiflung kündigen.

Unsere kleine Anfrage zum Schuljahresbeginn findet sich hier: https://lnkd.in/ewExx_ES

Rückkehr zum Staatsexamen für Lehrkräfte oder berufsintegriertes Studium?

In den letzten Jahren wird immer wieder diskutiert, wie die Ausbildung von Lehrkräften verbessert werden kann – eins ist klar: Wir müssen dringend daran arbeiten. Der Philologenverband fordert nun die Rückkehr zum Staatsexamen – zurück in die Vergangenheit. 🤔 (https://www.deutschlandfunk.de/philologenverband-fuer-rueckkehr-zum-staatsexamen-102.html)

Ich bin der Meinung, dass die Rückkehr zum Staatsexamen nicht der richtige Weg ist. Das Lehramtsstudium ist – ob mit dem Ziel Bachelor/Master oder Staatsexamen – ein viel zu theorielastiges Studium, das die Studierenden erst sehr spät auf die Praxis in der Schule vorbereitet. Die Studierenden haben gerade in den frühen Phasen des Studiums kaum Gelegenheit, ihre Fähigkeiten in der Praxis anzuwenden. Daran würde die Rückkehr zum Staatsexamen auch nichts ändern.

Wir Freie Demokraten fordern stattdessen, das Lehramtsstudium in ein berufsintegriertes Studium umzuwandeln, um Theorie und Praxis schon früh und besser zu verbinden. Die Studierenden lernen an der Hochschule die theoretischen Grundlagen und absolvieren gleichzeitig Praxisphasen in Schulen. Dadurch werden sie auf die Herausforderungen des Unterrichts in der Praxis vorbereitet und können das Gelernte schon früh anwenden. Außerdem ist die Hilfe durch Studierende in den Schulen in Zeiten des Lehrkräftemangels ein positiver Nebeneffekt.
Wie in anderen berufsintegrierten Studiengängen haben wir dann aber auch die Erwartung einer Vergütung. Auch das würde das Lehramtsstudium deutlich attraktiver machen!